Ace it or leave it - wie Meister Lampe das Fliegen lernte

Bericht: Monika Braun

Früh morgens irgendwo in Deutschland..... der Wecker klingelt und ich denke mir: Ich soll JETZT aufstehen? An einem SAMSTAG morgen? Bevor es richtig hell ist?

 

 

Ich hebe meine Hand zum Wecker und will ihn gerade zum Verstummen bringen, da dämmert es mir. Heute ist der Tag der Tage! Heute werde ich es schaffen, mein erstes Ass zu werfen! Ich weiß es genau!

 

 

Denn heute am Ostersamstag 2018 (wer es genau wissen will: 31.03.) ist es endlich soweit. Unsere TD Bunnies Sonja und Guido haben zum 3. EasterAce geläutet. Ich werfe mich in meine Discgolf-Klamotten, schultere meinen Rucksack und denke: ‚Moment, den Rucksack brauch ich nicht! Das EasterAce wird mit nur zwei Scheiben pro Spieler gespielt.’ Ich lasse den schweren Rucksack stehen und fahre ohne Gepäck dafür mit einem dicken Grinsen im Gesicht Richtung Rüsselsheim in den Ostpark.

 

 

Bereits um 8 Uhr morgens versprühen Sonja und Guido eine herzerwärmende Freude und strahlen um die Wette, denn es haben sich 40 Verrückte versammelt, die Asse jagen und Ketten klingeln lassen möchten. Dieses Strahlen beeindruckt sogar die Sonne, die pünktlich zum Turnierbeginn erscheint und uns den ganzen Tag begleitet.

 

 

 

Nach dem ersten Kaffee und einem kleinen Frühstück (vielen Dank an die zahlreichen Köch/innen und Bäcker/innen!) kann es endlich losgehen! Die Flights werden ausgelost und die eigens für diesen Zweck bedruckten Scheiben (Claymore in Opto und mit wunderschönem Druck) ausgegeben. Als Zugabe zu meiner rosafarbenen Scheibe erhalte ich einen gleichfarbigen Turnbeutel und kann endlich loslegen. Ich schultere meinen neuen Rucksack und mache mich wie alle auf den Weg zu meiner Startbahn. Neben mir haben sich 16 weitere Neulinge gemeldet, um ihr Asse-Konto aufzubessern. 17 Neulinge: das ist Rekord in der Turniergeschichte. Laut Turnierleitung wurden die Bahnen im Gegensatz zum letzten Jahr entschärft. Dazu kann ich als Erst-Teilnehmerin leider nichts sagen, doch erprobte Easter-Hasen vertreten die Meinung, dass der Parcours immer noch sehr anspruchsvoll ist. Ich kann nur sagen: Ich bin bezüglich der Länge der einzelnen Bahnen etwas eingeschüchtert, versuche dennoch mein Bestes zu geben. Denn Regel Nummer eins lautet: Habt Spaß!

 

 

 

Bereits in den ersten Minuten ist mir eines klar: das ist das lustigste und schönste Turnier, an dem ich bislang teilnehmen durfte. Zugegeben, ich bin noch nicht lange Teil der Discgolf-Familie, dennoch bin ich mir sicher, dass mir alle Teilnehmer zustimmen: Es ist einfach schön, wenn von überall Freudenschreie durch den Ostpark schallen und sich jeder freut, wenn eine Scheibe an oder in den Korb knallt – selbst wenn es nicht die eigene ist. Es gibt einfach kein schöneres Geräusch als das Klingeln von Plastikscheiben, die in Ketten landen. Klingt komisch, ist aber so!

 

 

 

Nach der ersten gespielten Runde treffen sich alle für einen kurzen Snack (das Buffet war wirklich Weltklasse!) am Turnierbüro und die ersten Asse werden ausgewertet. Die eigens hierfür in mühsamer Handarbeit (O-Ton Guido: „mir tun die Finger weh, weil ich so viele neue Namenskarten ausschneiden musste“) hergestellte  Übersichtstafel wird von allen mit großem Interesse begutachtet: Bereits in der ersten Runde wirft Sabrina, einer unserer Geburtstagshasen, ihr eigenes Geschenk: ein Ass an Bahn 14. Auch ein zweiter Rekord wird bereits in der ersten Runde erzielt: Michel wirft als jüngster Teilnehmer der Turniergeschichte ein Ass und schreibt sich so in die Geschichtsbücher des EasterAce.

 

 

 

Nach kurzer Pause startet in neu ausgelosten Flights die zweite Runde. Das muntere Metalltreffer- und Asse-Sammeln wird fortgesetzt und es zeichnet sich zur Mittagspause ein Favorit ab: Andrei Betea. 8 Metalltreffer und 2 Asse deuten auf einen Platz auf dem Treppchen hin. Wird er sich diesen noch nehmen lassen? Diese Frage wird sich erst nach der Mittagspause klären lassen. Diese verbringen wir in blendendem Sonnenschein mit leckerem Essen und kalten sowie warmen Getränken.

 

 

 

Nach gut einer Stunde geht es ab in die dritte Runde: Diesmal wird nicht gelost, sondern die Flights werden nach erzielten Treffern zusammengestellt. Der Leadingflight - bestehend aus Andrei Betea, Marco Rühl, Björn Schwefer und Michel Winkler - wird mit Hasenohren ausgestattet und startet auf Bahn 1. Doch der Vormittags-Gewinner darf sich nicht auf seinen bereits erzielten Treffern ausruhen, denn in Flight Nummer Vier wird von Manfred Ketz eine grandiose Aufholjagd gestartet. Mit 6 Metalltreffern aus den ersten beiden und 2 Assen in der dritten Runde schleicht er sich an den Leadingflight und macht es wirklich sehr spannend. Andrei legt noch ein Ass nach und lässt sich so den Turniersieg nicht mehr nehmen. Andrei Betea (3 Asse, 8x Metall) gewinnt somit das Turnier. Das Siegertreppchen komplettieren Manfred Ketz (2 Asse, 6x Metall) auf Platz Zwei und Marco Rühl (2 Asse, 2x Metall) auf dem Bronzeplatz. Als Siegprämie gibt es nicht nur Ruhm und Ehre, sondern herzallerliebste Teddybären und eine reichlich gefüllte Ostertüte. Doch nicht nur die drei Gewinner erhalten einen tollen Preis: jede/r Spieler/in, die/der ein Ass zu verzeichnen hat, erhält ein Onyx-Ei, das sich in den kommenden Tagen sicher gut in jedem Osternest macht.

 

 

 

Insgesamt werden 16 Asse erzielt. Die Glücklichen sind neben den drei Gewinnern: Spencer Beckman (1 Ass, 5x Metall), Jürgen „Seppl“ Benthaus (1 Ass, 2x Metall), Volker Dziemballa (1 Ass, 2x Metall), Jürgen „Gerry“ Geretshauser (1 Ass, 2x Metall), Michel Winkler (1 Ass, 2x Metall), Björn Schwefer (1 Ass, 1x Metall), Gerhard Steil (1 Ass, 1x Metall), Jürgen Bache (1 Ass) und Sabrina Jordan (1 Ass).

 

Neben den erzielten Assen werden insgesamt 77 Metalltreffer geworfen. Unser zweiter Geburtstaghase, Stefan, macht sich ebenfalls sein eigenes Geburtstagsgeschenk und verzeichnet 2 Metalltreffer.

 

 

 

Ich danke den TD Bunnies für die spitzenmäßige Organisation und allen Teilnehmern für einen tollen Discgolf-Tag! Auch wenn mein erstes Ass immer noch auf sich warten lässt und ich ohne Metalltreffer nach Hause gefahren bin, bleibt mir dennoch eines: die Erinnerung an einen wunderschönen Tag mit viel Freude und Spaß...

 

 

 

.....und ein rosafarbener Turnbeutel!

 

 

 

Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr wieder.....dann klappt das auch mit meinem ersten Ass!

 

Ostereier suchen ist was für Kinder, EasterAces jagen was für Discgolfer!

Bericht: Nathali Palencia Martin

Am Ostersamstag war es endlich wieder soweit: Sonja Guido und luden zum 2. EasterAce ein!

Insgesamt 29 Spieler wollten bei dem Spass dabei sein und scheuten auch keine langen Wege;

so kam unser "Reise-Maddien" aus Hamburg zurück zu seinen Wurzeln (er trug den ganzen Tag sein Vereins-Abschiedstrikot mit der Aufschrift "Junge, komm bald wieder") und Andreas vom Discgolfverein Niederrhein stammt aus Düsseldorf. Andreas warf sogar eines der begehrten Asse und ich bin sicher, dass ihn das für den Weg mehr als entschädigt hat!

 

Mit 7 EasterAces durch 5 Personen und 52 Metalltreffern konnte die Marke vom letzten Jahr

(111x Metall, 20 EasterAces) allerdings nicht geknackt werden. "Opa" Guido räumte ein, dass die ein oder andere Bahn vielleicht versehentlich ein paar Meterchen länger wurde als im letzten Jahr. Zudem war uns Petrus nicht allzu gut gesonnen, denn auch wenn wir gerade so trocken durchkamen war es sehr windig. Das tat dem Spass aber keinen Abbruch und jeder gönnte Lucca, Kai und Jürgen die wunderschönen Kristall-Pokale. Der Preis für diese Pokale wurde vom Leading-Flight allerdings auch hart bezahlt: mit fluffig flauschigen Hasenohren, die während der gesamten letzten Runde getragen werden mussten. Mussten? Einige Öhrchen mussten mit Gewalt eingetrieben werden... die Hasenohren bleiben hier!

 

Aber nicht nur die ersten drei Plätze, sondern jeder Ass-Werfer erhielt eine tolle Erinnerung, ein Ei aus Onyx für die Trophäenwand.

 

Die Organisation lief wie am Schnürchen. Das Auszählen ging flux, die 15 Bahnen mit Längen von 35 bis 57 Metern, die ausschließlich mit speziellen EasterAce Discs bespielt werden durften, waren top markiert und mit motivierenden Sprüchen versehen. Der riesen Bottich Kaffee wärmte und die vielen Futterspenden sorgten für die nötige Energie. Wie im letzten Jahr wurde der Name eines jeden EasterAce-Jägers in anlassgerechte eierförmige Platzhalter an eine Pinnwand geheftet und für jeden Metalltreffer mit einem blauen und für jedes Ass mit einem goldenen Mini-Ei verziert. So waren nach jeder der 3 Runden alle auf dem laufenden.

 

Selbstverständlich sorgte die Natur des Anlasses für einige Wortspielereien... "Ich muss mich um meine Eier kümmern!" und "Meine Eier kann mir keiner nehmen!" waren noch die harmlosesten!

 

Glückwunsch an die Gewinner und die Asswerfer Lucca (2), Kai (2), Jürgen (1), Carlos (1), Andreas (1)!

 

Liebe Sonja, lieber Guido, vielen Dank für dieses tolle Turnier, auch ohne Ass meinerseits... ich werde sicherlich nächstes Jahr wiederkommen und mich erneut im Asse werfen üben!

 


Statistik zum 1. EasterAce 2016

1. EasterAce (Nora Wrobel)

  

Wenn man am Ostersamstag im Ostpark in Rüsselsheim ganz genau hingeschaut hat, konnte man einige Frisbeespieler entdecken, die alle mit 2 Scheiben ausgestattet 3 spannende Runden im Ostpark gespielt haben.

 Hin und wieder hörte man es aus verschiedenen Ecken des Parks jubeln, wenn in einem der 4-er Flights Metall getroffen wurde oder gar ein Ass fiel.

 

Schon zu Beginn machte Andrei Betea seine Ansprüche auf einen der schönen Pokale klar, indem er in einer Runde gleich 5 mal Metall traf. Das war aber nicht genug um die Führung zu übernehmen, die sich stattdessen Arnold Meier mit einem Doppel-Ass im Wald sicherte. Das änderte sich auch in der nächsten Runde nicht, als Andrei gleich 6 mal den Korb traf (einmal blieb die Scheibe sogar drin liegen). Es reichte aber für den Osterhasen-Leading-Flight zusammen mit Ralf Kempe, Arnold Meier und Martin Reez. Mit Hasenohren geschmückt machten sie sich zusammen auf zur letzten Runde.

 

Nach 7 Stunden war dann allen klar: Was bei noch kühlen 8°C morgens anfing entwickelte sich zu einem heißen Turnier. 9 Spieler mussten am Ende ohne jegliche Treffer die Heimreise antreten. Trotzdem würde jeder diesem Osterevent eine glatte 1,0 geben, denn Spaß hat dieses super organisierte Turnier auf jeden Fall gemacht.

 

Am Ende reichten aber auch die 11 Metalltreffer von Andrei nicht für den Sieg, es mussten schon Asse her! Für diese gab es nämlich einen besonderen Preis: Schöne Eier aus Stein, als kleiner Pokal für den Kaminsims zuhause. 12 Spieler durften sich ein solches Schmuckstück mit nach Hause nehmen: Lukas Klingbeil, Marcus Pfister, Ralf Kempe, Jürgen Geretshauser, Jörg Schmidt, Tobias Fuchs, Oliver Baumann-Cole, Ralf Scharina, Martin Reez, Michael Malz (der mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden war, dies aber sehr gekonnt überspielte), Kai Haas und Matthias Lehn.

 

Der jüngste Spieler, Simon Seipenbusch (13), ging leider ohne Preis nach Hause, hatte aber bei den schönen 14°C trotzdem viel Spaß. 15 Spieler haben es dann am Ende auch geschafft, beim AceRace ein Ass zu werfen, Arnold Meier und Daniel Klein sogar doppelt. So standen um 16 Uhr auf der Übersichtstafel ganze 17 Asse!

  

Da die beiden Führenden auch gleich viele Metalltreffer hatten, musste ein Stechen her. Die beiden haben dabei deutlich mehr als 18 oder 19 Scheiben geworfen, so dass der TD Guido Reinhart die Bahn fürs Stechen auf ca. 20m verkürzen musste. Am Ende stand der Sieger fest: Daniel Klein.